Der DEUTSCHE FILMMUSIKPREIS 2026 Jochen Schmidt-Hambrock erhält Ehrenpreis, weitere Nominierte stehen fest

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Halle (Saale), 28. September 2026 – Der DEUTSCHE FILMMUSIKPREIS wird 2026 zum 13. Mal vergeben. Jochen Schmidt-Hambrock erhält den Ehrenpreis für sein filmmusikalisches Schaffen.

Interviews, Pressegespräche, weitere Informationen und Bildmaterial: Katharina Lorenz TEXT BILD WERK presse@iama-halle.de

Die Nominierten der Kategorien »Beste Musik im Film« und »Nachwuchs« stehen ebenso fest.

Die Verleihung findet am 7. November in Kooperation mit dem Galakonzert der 19. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in der Oper Halle statt. Die öffentliche Preisvergabe soll herausragenden Leistungen der Filmmusik noch mehr Sichtbarkeit schenken.
 

Ehrenpreisträger Jochen Schmidt-Hambrock

Jochen Schmidt-Hambrock komponierte Musik für mehr als 150 Kino- und TV-Produktionen. Er vertonte zahlreiche Tatorte, Spielfilme, Jingles und Serien für das deutsche Fernsehen, darunter die Titelmelodie zur Original-Serie von Pettersson und Findus (ab 2000). Zudem war er beteiligt an den Kompositionen für das Oscar prämierte Drama Nirgendwo in Afrika (2001) und den Oscar nominierten Kinofilm Jenseits der Stille (1996).

Als Bassist spielte Jochen Schmidt-Hambrock außerdem in Klaus Doldingers Fusion-JazzBand Passport, in verschiedenen Formationen mit Alexander von Schlippenbach und zusammen mit Musikern wie Friedrich Gulda, Manfred Schoof, Brian Auger oder Billy Cobham.

Für sein filmmusikalisches Schaffen erhält der Künstler den Ehrenpreis des DEUTSCHEN FILMMUSIKPREIS. Überreicht wird er durch den letztjährigen Preisträger Hans P. Ströer (Die Manns – ein Jahrhundertroman (2001), Buddenbrooks (2008), Ich bin! Margot Friedländer (2023), Produktionen mit Udo Lindenberg, darunter Hits wie Horizont (1986) und Ein Herz kann man nicht reparieren (1991), Zusammenarbeit mit Falco, Donna Summer u. a.).
 

Die Nominierten in der Kategorie »Beste Musik im Film«

Markus Kienzl ist nominiert für seine Musik in der deutsch-österreichischen TV-Serie Sternstunde der Mörder (2026). Mit seiner Band Sofa Surfers produzierte er seit 2000 Soundtracks zu Kinoverfilmungen der Wolf Haas Kriminalromane. Während er als Musiker und Produzent u. a. audiovisuelle Performances Kunstevents und eine GrammyNominierung (2016) vorweist, kommt sein filmmusikalisches Schaffen in Filmen wie Das ewige Leben (2015, Romy) zum Einsatz sowie in TV-Serien wie dem Tatort (ORF, BR), Dead End (ZDF), Die Ibiza Affäre (SKY), Der Pass (3. Staffel) und Metrokosmos (Arte).

Florian Tessloff ist nominiert für seine Musik in Blackbird (2026). Seine Arbeit umfasst Kompositionen für Spielfilme und Dokumentarfilme in Europa und den USA, darunter Der Baader-Meinhof-Komplex (2008, Oscar Nominierung), der Kurzfilm Raju (2010, Oscar Nominierung), Sisters Apart (Berlinale 2020; Grimme-Preis 2023) und Hannah Arendt: Facing Tyranny (2024) sowie TV-Produktionen wie die Politthriller-Serie Bonn (2023) und die Miniserie Unbroken (2021). Tessloff wurde 2016 mit dem GEMA-Musikautorenpreis ausgezeichnet.

Karim Sebastian Elias ist nominiert für seine Komposition zu Hannu Salonens Filmbiografie Adams Acht (2026, aktuell im Kino), ko-produziert von der Sunday Filmproduktion GmbH aus Halle (Saale). Sein Werk umfasst Musik für Kino- und Fernsehfilme sowie TV-Serien, darunter die ZDF-Serie Ku’Damm 63 (2021). Die bisher größten Erfolge feierte er mit dem Dokumentarfilm Cutting through Rocks (2025) und Of Fathers and Sons (2019), beide Oscar nominierte Sundance-Gewinner und Träger zahlreicher internationaler Preise.
 

Die Nominierten in der Kategorie »Nachwuchs«

Maximilian Lindinger (*1996 in Rotthalmünster) hat an der Hochschule für Musik und Theater in München studiert. Er komponiert für nationale und internationale Filmproduktionen, schreibt Musik für die TV-Serie Rote Rosen und arbeitet für Theaterhäuser wie das Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Seine Werke wurden von Orchestern wie den Münchner Symphonikern und Ensembles wie dem Sirius Quartet aufgeführt.

Als vielfach ausgezeichneter Pianist (1. Preis Jugend musiziert, Musikförderpreis der Stadt Passau) untermalte er das Live-Hörspiel bei den ARD-Kinderhörspieltagen (SWR-Kultur) mit seiner Musik. 2026 war er nominiert für den Peer Raben Music Award und Teilnehmer beim Festival International Music and Cinema Marseille.

Georg Mausolf (*1997 in Halle (Saale)) bewegt sich über Genregrenzen hinweg: Sein Werk umfasst Musik für Trailer großer Blockbuster wie der Netflix-Serie Vikings: Valhalla (2022), für Videospiele wie Honor of Kings (Tencent/TiMi Studios) und für feinfühlige Arthouse-Dokumentarfilme. Dafür absolvierte er ein Tonmeisterstudium und den Master in Filmmusik an der Filmuniversität Babelsberg, sowie das UCLAx Film Scoring Certificate program.

Seine Kompositionen wurden von Orchestern aufgenommen und aufgeführt, darunter die Brüsseler Philharmoniker, das Deutsche Filmorchester und die Staatskapelle Halle. Mausolf wurde ausgezeichnet mit dem 2. Platz des FMF Young Talent Awards (2023) und u. a. nominiert für die Hollywood Music in Media Awards.
 

Die Jury

Über die Nominierungen und Preisvergaben in der Kategorie »Beste Musik im Film« entscheidet in diesem Jahr eine vierköpfige Jury. Als Komponist für Film, Fernsehen und Theater erlangte Peter W. Schmitt u. a. Bekanntheit durch seine Musik für »Käpt’n Blaubärs Seemannsgarn« und die Märchenverfilmungen der ARD. Rickie Lee Kroell ist als Komponistin und Sängerin für Produktionen der ARD und des ZDF tätig. Der Filmkomponist Alexander Detig schreibt u. a. Musiken für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Prof. Dr. Georg Maas ist emeritierter Professor für Musikpädagogik an der Martin-LutherUniversität Halle-Wittenberg, ehemaliger Direktor des dortigen Zentrums für Lehrerbildung und wissenschaftlicher Beirat der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt.

Erstmals entscheiden die ehemaligen »Nachwuchs« Preisträger*innen des DEUTSCHEN FILMMUSIKPREISES über ihre Nachfolger*innen in eben dieser Kategorie. Das sind in diesem Jahr die Filmkomponistin Arezou Rezaei (DFMP Nachwuchs 2024), die Komponistin und Barockgeigerin Marta Kowalczuk (DFMP Nachwuchs 2022), die Filmkomponisten Chrisna Lungala (DFMP Nachwuchs 2023), Hannes Ohde (DFMP Nachwuchs 2023) und Pelle Parr (DFMP Nachwuchs 2022) sowie der letztjährige Preisträger, Filmkomponist Peter Albrecht (DFMP 2025).
 

Über den DEUTSCHEN FILMMUSIKPREIS

Als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche würdigt der DEUTSCHE FILMMUSIKPREIS herausragende Leistungen des deutschen und internationalen Filmmusikschaffens. Seit 2014 wird er im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt vergeben und hat die Aufgabe die hiesige Filmmusiklandschaft in der nationalen und internationalen Wahrnehmung zu stärken sowie Talente im Nachwuchsbereich zu fördern. Geehrt wurden Ikonen wie Rachel Portman (»Chocolat«, 2000) und Anne Dudley (»Ganz oder gar nicht«, 1997), renommierte Persönlichkeiten wie John Ottman (»Superman Returns«, 2006), Hildur Guðnadóttir (»Joker«, 2019), Volker Bertelmann (»Im Westen nichts Neues«, 2023) und Reinhold Heil (»Lola rennt«, 1998) sowie vielversprechende Nachwuchstalente wie zuletzt Hannes Ohde (»Istina«, 2023) und Arezou Rezaei («Walud«, 2025). Die jährliche Preisverleihung wird von dem International Academy of Media and Arts e. V. gemeinsam mit der Deutschen Filmkomponist:innenunion DEFKOM ausgerichtet.
 

Über den International Academy of Media and Arts e. V.

Der International Academy of Media and Arts e. V. (IAMA) ist ein Zusammenschluss von Medienunternehmen und Institutionen der Kreativwirtschaft im Land Sachsen-Anhalt. Der Verein ist Ausrichter der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt und des Festivals KlangART Vision. Er vergibt einmal jährlich gemeinsam mit der Deutschen Filmkomponist:innenunion DEFKOM den DEUTSCHEN FILMMUSIKPREIS. Darüber hinaus tritt er als Academy in Erscheinung und bietet Workshops und Weiterbildungen mit weltweit renommierten Expert*innen ihres Fachs u. a. im Bereich Postproduktion Film und Animation an. Mit dem Bildungsprogramm sowie Branchen-, Netzwerk- und Publikumsevents von internationalem Rang und deutschlandweiter Ausstrahlung gestaltet der IAMA den aktuellen Diskurs um die Zukunft und die Rahmenbedingungen der Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft aktiv mit.
 

ZUR DEFKOM

Die Deutsche Filmkomponist:innenunion (DEFKOM) ist die größte nationale Vertretung der Filmkomponistinnen und -komponisten in Deutschland. Der Verband setzt sich für das Filmmusikschaffen “made in Germany” und seine Urheber ein, sei es in kulturpolitischer und wirtschaftlicher Hinsicht, bei GEMA-Fragen, dem Musikexport und bei der Förderung und Verbreitung des vielseitigen Filmmusikpotentials. www.defkom.de

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